Rückblick auf die erste Projekthälfte

 

Die erste Hälfte unseres Modellprojekts liegt hinter uns – und sie war geprägt von viel Engagement, gemeinschaftlichem Lernen und sichtbaren Erfolgen. Ein großer Meilenstein ist erreicht: Fünf neue essbare Waldgärten wurden in Sachsen gepflanzt. Damit sind lebendige Orte entstanden, die Klimaschutz, Biodiversität, Ernährungssicherheit und gemeinschaftliches Handeln miteinander verbinden.

 

 

Doch bevor die ersten Bäume und Sträucher in die Erde gesetzt werden konnten, lag ein intensiver Prozess hinter uns. Zu Beginn wurde das Projekt inhaltlich geschärft und konkretisiert. Parallel dazu haben wir Organisationen aus dem sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich befragt, um besser zu verstehen, welche Bedeutung gemeinschaftliches Gärtnern im Kontext des Klimawandels hat und welche Bedarfe vor Ort bestehen.

 

 

Der nächste wichtige Schritt war die Suche nach geeigneten Versuchsstandorten. Dafür waren wir in ganz Sachsen unterwegs, führten Gespräche mit Interessierten, organisierten Infoabende und lernten viele engagierte Menschen kennen. Neben dieser persönlichen Arbeit war auch einiges an Organisation notwendig: Es wurden Zustimmungen eingeholt, Behörden einbezogen und Kooperationsvereinbarungen geschlossen.

 

 

Ein zentrales Element des Projekts ist die Wissensvermittlung. In Workshops mit den Versuchsstandorten haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was essbare Waldgärten sind und wie sie funktionieren. Gleichzeitig wurde an jedem Standort genau hingeschaut: Welche Voraussetzungen bringt die Fläche mit? Wie sind Boden, Klima und Lage? Wer wird den Garten nutzen und wer kann ihn langfristig pflegen? Aus diesen Überlegungen entstanden gemeinsam entwickelte Waldgartendesigns, die auf die jeweiligen Orte zugeschnitten sind.

 

 

Anschließend ging es in die Umsetzung. Pflanzen wurden ausgewählt und bestellt und Pflanzaktionen vorbereitet. Die Pflanzungen selbst waren echte Gemeinschaftserlebnisse: Kinder, Eltern, Freund*innen, Familien und Ehrenamtliche kamen zusammen, um gemeinsam zu pflanzen, zu lernen und Zukunft zu gestalten. Jeder Waldgarten entstand auf seine eigene Weise – aber überall mit viel Freude, Engagement und dem gemeinsamen Ziel, etwas Nachhaltiges wachsen zu lassen.

 

 

Besonders deutlich wurde die Einbindung in das Projekt auch in unserem Vereins-Waldgarten, dem Essbaren Waldgarten am Färbergraben. Durch kontinuierliche Begleitung und starkes ehrenamtliches Engagement konnte die bepflanzte Fläche verdoppelt und regelmäßige Gärtner-Termine und Workshops durchgeführt werden. Der Garten entwickelt sich immer mehr zu einem echten Waldgarten und er trägt bereits die ersten Früchte!

 

Mit Blick in die Zukunft stehen nun die nachhaltige Nutzung und Pflege der Waldgärten im Mittelpunkt. Ein von uns entwickelter Begleithefter wird die Standorte dabei unterstützen, Schritt für Schritt in Pflege, Nutzung und gemeinschaftliche Organisation hineinzuwachsen.

 

Am Färbergraben stellt sich dabei bereits eine praktische Frage, die zeigt, wie das Projekt gewachsen ist: Was machen wir Spannendes mit der Ernte?

 

Wir freuen uns auf die nächste Projektphase – eine weiterhin schöne Zusammenarbeit, tolle Ideen und darauf, die essbaren Wälder weiter wachsen zu sehen.

 

 

Euer Team des „Kühlen Köpfchens“

 

 

 

LEBENs(T)RÄUME e.V.

Kultur- und Bildungszentrum (KuBiZ) „Am Wasserturm“

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02727 Ebersbach-Neugersdorf OT Neugersdorf

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